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Leistung
Grünschnitt
Hecken, Sträucher und Gehölze zurückschneiden, in Form bringen und das Schnittgut gleich mitnehmen — zur richtigen Jahreszeit, nicht wenn es gerade auffällt.
Umfang
Was geschnitten wird
Der genaue Umfang wird am Objekt festgelegt und im Angebot benannt — damit später niemand raten muss, was beauftragt war.
Beim Grünschnitt entscheidet der Zeitpunkt über mehr als das Ergebnis. Ein Rückschnitt im Sommer kann ein Bußgeld nach sich ziehen, ein zu spät gesetzter Formschnitt treibt bis zum Winter wieder aus, und eine Hecke, die drei Jahre nicht geschnitten wurde, lässt sich nicht in einem Durchgang zurückholen, ohne sie zu beschädigen. Zum Grünschnitt gehört deshalb eine Planung, nicht nur eine Schere.
- 01 HeckenschnittSeiten und Oberkante in Form, mit gleichmäßiger Höhe über die ganze Länge — auch dort, wo der Untergrund abfällt.
- 02 FormschnittKugeln, Kegel und Formgehölze nachziehen, damit die Kontur erhalten bleibt statt jedes Jahr breiter zu werden.
- 03 Rückschnitt von SträuchernAuslichten, Totholz entnehmen, überalterte Triebe entfernen — die Pflanze treibt danach von unten wieder durch.
- 04 Überhang an WegenZweige, die in Gehwege, Zufahrten oder auf Stellplätze ragen. Das ist Verkehrssicherheit, nicht Optik — an Gehwegen häufig sogar eine Pflicht aus der kommunalen Satzung.
- 05 SchnittgutWird zusammengetragen, aufgeladen und abgefahren. Bei größeren Mengen mit Anhänger.
- 06 Wurzelaufbruch meldenWo Wurzeln Platten heben oder Leitungen bedrängen, wird es dokumentiert — je früher, desto günstiger die Lösung.
Aufwand
Was den Aufwand bestimmt
Einen Festpreis am Telefon gibt es nicht — nicht aus Prinzip, sondern weil diese Punkte ihn bestimmen und man sie sehen muss. Nach der Begehung steht er schriftlich fest.
| Laufende Meter und Höhe | Eine 40 Meter lange Hecke auf 1,80 Meter ist ein anderer Einsatz als dieselbe Länge auf 3 Meter — ab einer bestimmten Höhe wird jeder Schnitt Arbeit über Kopf. |
|---|---|
| Zustand | Eine jährlich geschnittene Hecke ist Routine. Eine, die drei Jahre lief, braucht einen Aufbauschnitt über zwei Saisons, damit sie nicht verkahlt. |
| Menge des Schnittguts | Der größere Posten ist häufig nicht das Schneiden, sondern das Aufnehmen und Entsorgen. |
| Zugang | Ob man mit dem Fahrzeug an die Hecke kommt oder das Schnittgut fünfzig Meter durch einen Innenhof getragen wird. |
| Art der Gehölze | Liguster verzeiht viel, Eibe treibt langsam nach, Kirschlaurel braucht saubere Schnitte. Die Art bestimmt Technik und Zeitpunkt. |
Klare Grenzen
Die gesetzliche Frist, die alles bestimmt
§ 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz verbietet vom 1. März bis 30. September, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Zulässig bleiben in diesem Zeitraum schonende Form- und Pflegeschnitte zum Erhalt des Zuwachses sowie Maßnahmen der Verkehrssicherheit. Ein Radikalschnitt im Juli ist also keine Frage der Terminplanung, sondern eine Ordnungswidrigkeit. Größere Rückschnitte planen wir ins Winterhalbjahr — und sagen einen Sommerauftrag ab, statt ihn auszuführen.
In der Praxis
So läuft ein Schnitt
Kein Werbetext, sondern die Reihenfolge, in der tatsächlich gearbeitet wird. Wer weiß, was passiert, kann auch beurteilen, ob es passiert ist.
- Vorher ansehen: Art der Gehölze, Zustand, Höhe, Menge — und ob die Jahreszeit es zulässt.
- Nist- und Brutkontrolle an dichten Hecken. Wird ein besetztes Nest gefunden, wird die Stelle ausgespart, nicht der Termin durchgezogen.
- Schnitt von unten nach oben, Seiten vor Oberkante, mit Schnur oder Sichtlinie für eine gerade Kante.
- Schnittgut zusammentragen und aufladen.
- Fläche kehren, einschließlich der angrenzenden Wege und Stellplätze.
- Rückmeldung, was im nächsten Jahr ansteht.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet.
Wann darf eine Hecke geschnitten werden?
Form- und Pflegeschnitte sind ganzjährig erlaubt. Ein starker Rückschnitt oder das Auf-den-Stock-setzen ist nach § 39 Abs. 5 BNatSchG nur zwischen 1. Oktober und 28./29. Februar zulässig. Auch beim erlaubten Pflegeschnitt darf kein besetztes Nest zerstört werden.
Wird das Schnittgut mitgenommen?
Ja. Zusammentragen, Aufladen und fachgerechte Entsorgung gehören dazu — das ist häufig der größere Teil der Arbeit.
Was, wenn die Hecke jahrelang nicht geschnitten wurde?
Dann wird sie nicht in einem Durchgang zurückgeschnitten. Bei vielen Arten treibt altes Holz nicht mehr aus, und eine zu radikal gekürzte Hecke bleibt kahl. Sinnvoll ist ein Aufbauschnitt über zwei Winter.
Ist Grünschnitt umlagefähig?
Der laufende Pflegeschnitt fällt unter die Gartenpflege nach § 2 Nr. 10 BetrKV und ist umlagefähig. Das Entfernen und Ersetzen von Gehölzen ist es nicht.
Passt dazu
Aus einer Hand
ist weniger Aufwand.
Wer schon vor Ort ist, braucht für die nächste Aufgabe keine zweite Anfahrt — das ist der ganze Vorteil eines Ansprechpartners für alle Gewerke.
Nächster Schritt
Beschreiben Sie kurz Ihr Objekt.
Am Telefon lässt sich meist schon sagen, was sinnvoll ist und was es ungefähr kostet.